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Die Unterbrecher sind da..

Aufgrund des Kerzenbildes und weiteren Faktoren war sicher, dass der Zylinder 3 (ganz vorne) nicht mit lief. Daher wurde als erstes der zuständige Unterbrecher für Zylinder drei ausgetauscht. Dieser Austausch war nicht schwierig. Abdeckung des Unterbrechergehäuses öffnen, die Kontaktfahne des Unterbrechers lösen und anschließend den gesamten Unterbrecher von der Grundplatte abschrauben. 

Das Einsetzen des neuen Unterbrecherhebels war ähnlich einfach, nachdem die Öffnung für die Stellschraube mittels Feile ein klein wenig geweitet war. 

Nun musste die Zündung eingestellt werden, was aufgrund der vorhandenen Messuhr aus Simsonschrauberaktionen ziemlich einfach sein sollte. So zumindest der Plan. Den Öffnungswinkel am OT (oberen Totpunkt) einzustellen (0,4 mm) war auch kein Thema und wurde bei allen drei Zylindern durchgeführt. Leider war es nicht möglich den Öffnungszeitpunkt (3,58 mm vor OT) einzustellen, da die Verlängerung der Messuhr zu kurz war (Simsoneinstellung...). Es fehlten etwa 1,5 mm. 

In der Hoffnung, dass die Einstellung des korrekten Öffnungswinkels dennoch zum Ziel führt wurde ein Startversuch unternommen. Und siehe da...

Die Freude über diesen Erfolg war natürlich riesig! 

Also gleich alles zusammen gesteckt (Frontmaske wieder montiert, alle Bowdenzüge befestigt, sowie die Leuchtmittel in funktionstüchtigen Zustand gebracht) und ab zur ersten Proberunde.

Naja.. Die Freude währte nicht allzu lange. Nach etwas 35 km fingen die Fehlzündungen und das Patschen im Vergaser wieder an. Glücklicherweise hat es noch bis unter das heimische Carport geklappt und ein weiterer ADAC Einsatz ist uns erspart geblieben. Der Frust war aber trotzdem (wieder einmal) groß!

 

Es stellte sich heraus, dass der gerade neu eingesetzte Unterbrecherhebel gebrochen war und somit natürlich der Zündzeitpunkt für Zylinder drei vorne und hinten nicht mehr gestimmt hat.

 

Also noch mal austauschen und hoffen, dass die Freude diesmal von größerer Dauer ist.