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Schrauben, schrauben, schrauben..

Nachdem die Ernüchterung gestern riesig war, musste nun etwas getan werden, denn Fakt ist, dass der Warti nicht mehr läuft. 

Ein Schlachtplan musste her: 

Was waren die Symptome? 

- Fehlzündungen

- schlechte Gasannahme 

- aus dem Ausgleichbehälter für's Kühlwasser kamen Abgase

- das Kühlwasser war total vermockt (braun, ölig)

 

Daher sollte nun Folgendes getan werden: 

- Wechsel des Kühlwassers

- Wechsel der Kopfdichtung

- Prüfung der Zündeinstellung

Das Kühlmittel abzulassen war grundsätzlich nicht schwierig. Das Einzige was etwas merkwürdig war: Der im WHIMS (Wie helfe ich mir selbst) eingezeichnete Ablaufhahn im Kühler existiert nicht. 

 

Also zunächst den Kühlerverschluss und den Heizungshahn geöffnet und anschließend den Ablaufhahn am Motorblock geöffnet. 

Hier liefen gut 3L Wasser heraus. 

 

Nachdem am Kühler kein Hahn zu finden war, trennte ich Schlauchverbindung für Schlauchverbindung, bis das gesamte Kühlsystem ausgebaut war. 

 

Aufgrund der entnommenen Flüssigkeit entschied ich mich dazu, die Schläuche und den Ausgleichbehälter zu erneuern. 

Nachdem das Kühlwasser abgelassen war, konnte nun der eigentliche Spaß beginnen. 

Nachdem die Front abgenommen und der Keilriemen entspannt war, konnten die entscheidenden acht Schrauben gelöst werden. 

Mit ein wenig WD40 war dies auch leicht zu bewerkstelligen. 

 

Was nicht so leicht war: Den Zylinderkopf abnehmen. Die Bolzen waren eine festere Verbindung mit selbigem eingegangen, als das ursprünglich mal gedacht war. 

Durch das Bearbeiten des Kopfes mit leichten Schlägen mit dem Gummihammer bildete sich ein schmaler Spalt. 

 

Blöderweise ist so ein Kopf ja doch recht empfindlich, weswegen es leider nicht in Frage kommt, sich nun das Hebelgesetz zu nutze zu machen. 

Also ging es weiter, indem mit leichten Schlägen mit dem Gummihammer der Zylinderkopf bearbeitet wurde. 

 

Mühsam ernährt sich eben das Eichhörnchen.

Doch am Ende hat aller Widerstand keinen Zweck und der Zylinderkopf gibt sich geschlagen. 

 

Allerdings ist das noch nicht das Ende der Geschichte. 

Wie auf den folgenden Fotos gut zu erkennen ist, hat die alte Kopfdichtung deutliche Spuren hinterlassen. 

Also hieß es: Putzen, putzen und nochmal putzen.. 

 

Am Ende sah das Ergebnis schon recht ordentlich aus, aber ganz zufrieden bin ich noch nicht, sodass es nächste Woche noch mal weitergeht mit putzen. 

 

Die nötigen Ersatzteile sind bestellt. Wie man den Bildern entnehmen kann, war nicht daran zu denken, die Kopfdichtung noch mal zu verwenden (was man sowieso nicht tun sollte).

Sobald die Lieferung eintrifft, wird es mit der Schrauberei weitergehen.